Google Analytics 4 – Zukunftssicheres Tracking

Früher als geplant hat Google das neue Google Analytics 4 (GA4) bereits im Oktober 2020 in einer ersten Version bereitgestellt. Die neue GA4 war ursprünglich für das Jahr 2021 angekündigt. Einer der Hauptgründe ist laut Google die geänderte Datenschutzlage durch die DSGVO in Europa und den CCPA (California Consumer Privacy Act) in Amerika.

Durch die vorgezogene Veröffentlichung kann GA4 bereits im Produktiveinsatz verwendet werden, Experten rechnen jedoch frühestens Ende 2021 mit dem vollständigen Funktionsumfang. Gleichzeitig wird die bisher aktuelle Version Universal Analytics (UA) von Google nicht mehr weiterentwickelt.

Was bedeutet das konkret für Sie?

Wir empfehlen allen Unternehmen, eine parallele Implementierung zu starten. So können Sie bereits jetzt die Vorteile des Enhanced Measurements nutzen und für die Zukunft ein solide Datenbasis für GA4 aufbauen. Denn eine rückwirkende Erfassung oder eine Verknüpfung mit Ihren alten UA-Datenquellen ist nicht möglich. Auch wenn GA4 sich noch in der Entwicklung befindet, profitieren Sie bereits heute schon von vielen Vorteilen.

Was ist neu in Google Analytics 4?

Eine wichtige technische Neuerung in Google Analytics 4 ist die Möglichkeit, das anonyme Nutzerverhalten auch ohne den Einsatz von Cookies DSGVO-konform zu erfassen (Cookieless Tracking). Bisher musste Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit gewährt werden, entsprechende Analyse-Cookies über ein Cookie-Consent-Tool abzulehnen.

Weitere Änderungen sind die Umstellung des sitzungsbasierten Trackings auf ein nutzerbasiertes Tracking (eine andere Art der Zählung) und der Wechsel von Seitenaufrufen (Page Views) als Standardmetrik auf ein eventbasiertes System. Alles was die Nutzer auf Ihrer Webseite tun, wird ab sofort als Ereignis erfasst, auch das Aufrufen einer Seite.

Unter der Haube hat Google neue Machine Learning Algorithmen integriert, um eine genauere Analyse der Daten zu ermöglichen und fehlende Daten ergänzen zu können. Das einfache Echtzeitanalyse-Dashboard von Universal Analytics wurde gegen ein deutlich komplexeres ausgetauscht, dass umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten in Echtzeit bietet. Außerdem wurden die Funktionen zur Berichtserstellung stark erweitert, um noch tiefere Einsichten aus den gesammelten Daten zu erlangen.

Zukunftssicher in den Parallelbetrieb starten!

Wenn auf Ihrer Webseite bereits Universal Analytics über die gtag.js eingebunden wird oder Sie den Google Tag Manager verwenden, dann können Sie ohne weitere Anpassung eine neue Google Analytics 4 Property anlegen oder Ihre bestehende Property aktualisieren (die alte bleibt weiterhin bestehen und kann auch genutzt werden). Durch diesen Parallelbetrieb können Sie weiterhin ihre gewohnte Webanalyse nutzen, sammeln jedoch bereits Daten und Erfahrungen mit dem neuen GA4.

Langfristig ist ein Wechsel auf GA4 unumgänglich, da nur noch diese Version von Google aktiv weiterentwickelt wird und durch den Verzicht auf Cookies auch Nutzerinnen und Nutzer anonym getrackt werden können, die der Datenerfassung ansonsten widersprechen würden.

Standardmetriken können sofort erfasst werden. Erweiterte Funktionen wie abgeschickte Formulare, Downloads oder das Tracking von E-Commerce-Daten müssen jedoch in Google Analytics 4 separat implementiert werden.

Ihr Unternehmen ist bereit für GA4, wenn …

  • Sie bereits Google Analytics bzw. den Google Tag Manager im Einsatz haben.
  • sich zukünftige Analysen in GA4 auf Daten von heute beziehen sollen.
  • detaillierte Erkenntnisse aus Ihren gesammelten Daten ermittelt werden sollen.
  • Sie den Analyseaufwand durch KI-gestützte Prognoseberichte oder automatische Anomalien-Erkennung reduzieren wollen.
  • Sie in Echtzeit das Nutzungsverhalten analysieren möchten, um z. B. den Erfolg von Kampagnen, Aktionen oder Newslettern live zu beobachten.
  • mehrere Touchpoints ausgewertet werden sollen (geräteübergreifendes Tracking).
  • Sie DSGVO-konform Ihre Nutzer:innen analysieren wollen (cookieless Tracking).

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